Automotive 3D-Rendering beginnt bei supaCGI ab 50 Euro netto pro Motiv, mit gestalteter Umgebung ab 100 Euro netto. Eine Produktanimation von rund 30 Sekunden beginnt bei 3.000 Euro netto, eine technische Animation mit Explosions- oder Schnittdarstellung ab 4.500 Euro netto. Ein Rendering ist in der Regel nach zwei Werktagen fertig.
Der Bereich zerfällt in zwei sehr verschiedene Welten: die Fahrzeugkommunikation der Hersteller mit Hochglanzanspruch, und die Teilekommunikation der Zulieferer mit Mengenanspruch. Für die zweite ist CGI wirtschaftlich fast immer überlegen – und dort liegt der Großteil des Marktes.
Der Fall, der sich am schnellsten rechnet: Teilekataloge
Ein Zulieferer führt mehrere tausend Artikel. Bremsscheiben in vierzig Durchmessern, Filter in dreißig Varianten, Sensoren mit unterschiedlichen Steckern. Jeder Artikel braucht mindestens eine Abbildung für Katalog, Shop und Teiledatenbank.
Fotografisch bedeutet das: jedes Teil einzeln aufbauen, ausleuchten, freistellen, nachbearbeiten. Bei geometrisch ähnlichen Teilen wiederholt sich derselbe Aufwand hunderte Male.
Aus CAD-Daten entsteht ein Setup, das für die gesamte Artikelfamilie gilt. Blickwinkel, Licht und Bildaufbau sind einmal definiert, jedes weitere Teil durchläuft dieselbe Kette. Bei 50 Euro netto pro Motiv ist der Punkt, ab dem sich das rechnet, schnell erreicht – und das Ergebnis ist konsistenter, weil alle Teile identisch beleuchtet und ausgerichtet sind.
Genau diese Konsistenz ist im Aftermarket ein Verkaufsargument: Ein Katalog, in dem jedes Teil gleich dargestellt ist, wirkt geordneter als eine über Jahre gewachsene Fotosammlung.
Was noch aus denselben Daten entsteht
Explosionsdarstellungen für Einbauhinweise
Wo ein Teil sitzt und in welcher Reihenfolge es montiert wird. Reduziert Rückfragen im technischen Support und Fehlbestellungen im Handel.
Schnittdarstellungen für Produktvorteile
Der mehrlagige Filteraufbau, die Innengeometrie eines Ventils, die Beschichtung einer Bremsscheibe. Von außen unsichtbar, aber das eigentliche Argument gegen billigere Wettbewerbsprodukte.
Funktionsanimationen
Wie ein Aktor arbeitet, wie ein Kupplungssystem schaltet, wie ein Sensor misst. Ab 3.000 Euro netto für rund 30 Sekunden.
Varianten und Ausführungen
Farbvarianten, Materialausführungen, unterschiedliche Anschlussgeometrien. Aus demselben Modell abgeleitet und dadurch deutlich günstiger als das erste Motiv.
Web AR
Auf Messen und im Außendienst: Das Teil erscheint maßstabsgetreu auf dem Tisch des Kunden, ohne App. Ab 250 Euro netto.
Datenbedarf und Vertraulichkeit
Grundlage ist in der Regel eine STEP-Datei mit erhaltener Baugruppenstruktur. Für Animationen müssen bewegliche Baugruppen getrennt vorliegen. Nötige CAD-Aufbereitung berechnet supaCGI mit 95 Euro netto pro Stunde.
Hilfreich sind Materialangaben mit RAL-Nummer oder Werkstoffbezeichnung. Gerade im Automotive-Bereich macht der Unterschied zwischen gegossenem, gefrästem und beschichtetem Aluminium im Bild einen erkennbaren Unterschied – und Fachpublikum bemerkt ihn.
Zur Vertraulichkeit: Ein Serienteil vor Markteinführung ist ein sensibles Gut. Für die Visualisierung wird nur die sichtbare Außengeometrie gebraucht. Innenliegende Bereiche, die nicht dargestellt werden sollen, können vor dem Export ausgeblendet werden. Was nicht ins Bild kommt, muss auch nicht übergeben werden.
supaCGI produziert rund 500 Projekte pro Jahr. Zum Kundenkreis zählen unter anderem Bosch, Hella, KRONE Landmaschinen, KTR, Vaillant, febi bilstein, Solarlux, VEKA, Ledlenser, Ardex, Brillux, Tefal, Hansgrohe, Emsa, Oase, Pelikan, Sharp, TUI und be quiet!
Wann Fotografie die bessere Wahl bleibt
Damit die Empfehlung ehrlich bleibt: Es gibt Fälle, in denen ein Foto überlegen ist.
Bei Gebrauchsspuren, Verschleißbildern und Schadensdokumentation zeigt eine Aufnahme die Realität, die kein Rendering erfinden sollte. Bei Einzelartikeln ohne Varianten, die bereits produziert vorliegen, ist ein Studioaufbau nicht teurer. Und bei emotionaler Fahrzeugkommunikation mit realen Umgebungen ist eine Fotoproduktion oft die richtige Entscheidung, auch wenn CGI technisch möglich wäre.
Der Kipppunkt liegt bei Varianten, Mengen und Nachnutzung. Sobald ein Teil in mehreren Ausführungen existiert, im Katalog wiederholt auftaucht oder später erneut gebraucht wird, ist CGI die wirtschaftlichere Grundlage.
Bildstandards über eine Artikelfamilie hinweg
Der unterschätzte Vorteil von CGI im Teilegeschäft ist nicht der Preis pro Bild, sondern die Wiederholbarkeit.
Ein Bildstandard legt fest: Blickwinkel, Drehlage, Beleuchtung, Hintergrund, Anschnitt, Auflösung. Einmal definiert, gilt er für jedes Teil der Familie – bei der ersten Bremsscheibe genauso wie bei der zweihundertsten. Fotografisch ist diese Konsistenz über Monate hinweg praktisch nicht zu halten, weil Studioaufbauten variieren und Personal wechselt.
Wo das sichtbar wird: In einer Katalogdoppelseite mit zwölf Artikeln fällt sofort auf, wenn drei davon aus einer anderen Fotosession stammen. Beim Aftermarket-Kunden, der zwischen deinem Katalog und dem eines Wettbewerbers vergleicht, wirkt Ordnung als Qualitätssignal.
Ersatzteil oder Erstausrüstung: unterschiedliche Bildsprache
Erstausrüstung
Hier zählt technische Autorität. Das Teil wird gegenüber Entwicklern und Einkäufern dargestellt, oft im Verbund mit angrenzenden Komponenten und mit Bezug auf Schnittstellen. Schnittdarstellungen und Explosionsgrafiken sind hier wichtiger als schöne Beleuchtung.
Ersatzteilgeschäft
Hier zählt Wiedererkennbarkeit. Der Werkstattmitarbeiter muss auf einen Blick prüfen, ob das abgebildete Teil dem entspricht, das er ausgebaut hat. Freigestellt, aus der Ansicht, in der es verbaut wird, mit erkennbaren Anschlussgeometrien. Kunstlicht und Inszenierung stören hier eher.
Zubehör und Tuning
Hier zählt Wirkung. Das Teil wird am oder im Fahrzeug gezeigt, in einer Umgebung, die die Zielgruppe anspricht. Das ist der einzige Bereich im Teilegeschäft, in dem sich der Aufwand für gestaltete Raumsituationen ab 100 Euro netto pro Motiv regelmäßig rechnet.
Aus demselben 3D-Modell entstehen alle drei Bildsprachen. Was sich unterscheidet, ist die Szene, nicht die Datengrundlage.
Ablauf eines Automotive-Projekts
- Artikelumfang bestimmen – Definiere, wie viele Teile in wie vielen Ausführungen dargestellt werden sollen. Diese Zahl bestimmt den Preis stärker als die Komplexität einzelner Teile.
- Bildstandard festlegen – Blickwinkel, Hintergrund, Freistellung und Auflösung einmal definieren. Der Standard gilt danach für die gesamte Artikelfamilie.
- CAD-Daten übergeben – STEP mit erhaltener Struktur, sensible Bereiche vorher ausgeblendet, bewegliche Baugruppen für Animationen getrennt.
- Materialien benennen – RAL-Nummern und Werkstoffbezeichnungen. Gegossenes, gefrästes und beschichtetes Aluminium unterscheiden sich im Bild erkennbar.
- Testartikel freigeben – Ein erstes Teil zur Abstimmung, danach läuft die Serie im selben Setup. Drei Korrekturschleifen sind enthalten.
Häufige Fragen zum Automotive 3D-Rendering
Was kostet Automotive 3D-Rendering?
Bei supaCGI beginnt ein Rendering bei 50 Euro netto pro Motiv, mit gestalteter Umgebung bei 100 Euro netto. Eine Produktanimation von rund 30 Sekunden beginnt bei 3.000 Euro netto, eine technische Animation mit Explosions- oder Schnittdarstellung bei 4.500 Euro netto.
Ab wie vielen Teilen lohnt sich CGI gegenüber Fotografie?
Der Kipppunkt liegt weniger bei einer festen Stückzahl als bei Varianten und Nachnutzung. Sobald ein Teil in mehreren Ausführungen existiert oder später erneut gebraucht wird, ist CGI wirtschaftlicher – bei Artikelfamilien meist schon ab wenigen Varianten.
Welche Daten werden benötigt?
In der Regel eine STEP-Datei mit erhaltener Baugruppenstruktur. Für Animationen müssen bewegliche Baugruppen getrennt vorliegen. Hilfreich sind RAL-Nummern und Werkstoffbezeichnungen.
Wie lange dauert ein Rendering?
Ein Standard-Rendering ist bei supaCGI nach zwei Werktagen fertig. Bei größeren Artikelserien verlängert sich die Zeit entsprechend der Menge, nicht des Aufwands je Teil.
Wie sicher sind Konstruktionsdaten von Serienteilen?
Für die Visualisierung wird nur die sichtbare Außengeometrie benötigt. Innenliegende Bereiche können vor dem Export ausgeblendet werden. Was nicht dargestellt wird, muss nicht übergeben werden.
Eignen sich Renderings für Teiledatenbanken und Shops?
Ja, und das ist der wirtschaftlichste Anwendungsfall. Aus dem 3D-Modell lassen sich Freisteller, Beschnitt und Auflösung an die Vorgaben verschiedener Portale anpassen, ohne dass je Bild nachbearbeitet werden muss.
Kann man Explosionsdarstellungen für Einbauhinweise erstellen?
Ja. Sie zeigen Einbaulage und Montagereihenfolge eindeutiger als Textbeschreibungen und reduzieren erfahrungsgemäß Rückfragen im technischen Support sowie Fehlbestellungen im Handel.
Wann ist Fotografie die bessere Wahl?
Bei Gebrauchsspuren, Verschleißbildern und Schadensdokumentation, bei Einzelartikeln ohne Varianten, die bereits produziert vorliegen, und bei emotionaler Fahrzeugkommunikation in realen Umgebungen.
Fazit
Automotive 3D-Rendering ist im Aftermarket und in der Teilekommunikation selten eine Stilfrage, sondern eine Mengenrechnung. Ein einmal definierter Bildstandard gilt für die ganze Artikelfamilie, jedes weitere Teil durchläuft dieselbe Kette.
Bei supaCGI beginnt das bei 50 Euro netto pro Motiv und zwei Werktagen Lieferzeit. Mit einer STEP-Datei und einer Artikelliste lässt sich ein Festpreis kurzfristig nennen.
