CAD-Daten für 3D-Rendering vorbereiten heißt in den meisten Fällen: als STEP exportieren, die Baugruppenstruktur erhalten und alles ausblenden, was nie sichtbar wird. Wenn das stimmt, entsteht kein Aufbereitungsaufwand, und ein Rendering ist bei supaCGI ab 50 Euro netto pro Motiv nach zwei Werktagen fertig.
Ist es nicht der Fall, berechnet supaCGI die Aufbereitung mit 95 Euro netto pro Stunde. Das ist der einzige Posten, der ein Visualisierungsprojekt spürbar verteuern kann – und der einzige, den Sie mit fünfzehn Minuten Vorbereitung fast vollständig vermeiden.
Warum Konstruktionsdaten nicht renderfertig sind
Ein CAD-Modell wird gebaut, um ein Produkt zu fertigen. Ein Renderingmodell wird gebaut, um ein Bild zu erzeugen. Beide beschreiben dieselbe Geometrie, aber mit gegensätzlichen Prioritäten.
Die Konstruktion braucht jede Schraube, jede Passfeder, jede innenliegende Leitung – sonst lässt sich das Produkt nicht bauen. Ein Rendering braucht davon nichts, was nicht im Bild erscheint. Eine typische Maschinenbaugruppe enthält mehrere tausend Teile, von denen vielleicht zweihundert je sichtbar werden.
Dazu kommt ein technischer Unterschied: CAD beschreibt Flächen mathematisch exakt. Renderer arbeiten mit Dreiecksnetzen. Beim Export wird umgerechnet, und wie fein das geschieht, entscheidet darüber, ob eine Rundung glatt aussieht oder facettiert. Das ist der häufigste Grund, warum ein erstes Testrendering unerwartet kantig wirkt.
Die fünf Punkte, die den Unterschied machen
1. STEP exportieren, nicht das native Format
STEP ist herstellerneutral und wird von praktisch jedem System geschrieben. Native Formate aus SolidWorks, Inventor, CATIA oder NX sind an Programmversionen gebunden und erzeugen Reibung.
2. Baugruppenstruktur erhalten
Der wichtigste Punkt. Beim Export gibt es meist eine Option, ob die Baugruppe als Struktur oder als ein verschmolzener Körper geschrieben wird. Wählen Sie die Struktur. Ein verschmolzenes Modell lässt sich weder einfärben noch animieren, ohne es vorher wieder zu zerlegen – und das ist genau die Arbeit, die dann mit 95 Euro pro Stunde anfällt.
3. Unsichtbares ausblenden
Innenliegende Verkabelung, Hydraulikleitungen im Gehäuse, Normteile hinter Verkleidungen, komplette Zukaufkomponenten. Wenn es im Bild nicht auftaucht, muss es nicht in die Datei. Das reduziert Dateigröße und Aufbereitungsaufwand gleichzeitig.
4. Auflösung der Tessellierung erhöhen
In den Exporteinstellungen gibt es Parameter für Sehnenhöhe oder Winkeltoleranz. Standardwerte sind auf Datenaustausch optimiert, nicht auf Bildqualität. Eine feinere Einstellung kostet Dateigröße, verhindert aber facettierte Rundungen.
5. Materialien benennen statt beschreiben
„Anthrazit“ ist keine Angabe, „RAL 7016“ ist eine. Für Oberflächen genügen Stichworte: pulverbeschichtet, eloxiert, gebürstet, blank, verzinkt. Diese vier Wörter ersparen erfahrungsgemäß eine ganze Korrekturschleife.
Was bei Animationen zusätzlich gilt
Für Standbilder reicht es, wenn die Geometrie stimmt. Für Animationen muss sie beweglich sein.
Konkret: Jede Baugruppe, die sich im Video bewegen soll, muss im Export als eigenes Objekt vorliegen. Ein Werkzeugschlitten, der mit dem Maschinenbett verschmolzen ist, kann nicht fahren. Eine Klappe, die Teil des Gehäuses ist, kann nicht öffnen.
Sagen Sie deshalb vor dem Export, was sich bewegen soll. Es ist deutlich schneller, die Baugruppe einmal richtig zu exportieren, als sie hinterher zu zerlegen.
Für Explosionsdarstellungen gilt dasselbe in noch schärferer Form: Dort muss jedes Teil einzeln greifbar sein, das auseinandergezogen werden soll.
Was passiert, wenn die Daten nicht sauber sind
Nichts Dramatisches – es kostet Zeit, und Zeit kostet Geld. Der Ablauf ist dann:
- Reduzieren. Unsichtbare Teile entfernen, oft mehrere tausend Objekte.
- Strukturieren. Verschmolzene Körper wieder in logische Baugruppen zerlegen.
- Netz reparieren. Löcher, doppelte Flächen und invertierte Normalen aus dem Export korrigieren.
- Materialgruppen bilden. Teile nach Oberfläche zusammenfassen, damit sie sich gemeinsam zuweisen lassen.
Bei einer gut strukturierten Baugruppe fällt davon fast nichts an. Bei einem gewachsenen Modell aus zwanzig Jahren Konstruktionshistorie können es mehrere Stunden werden.
Der praktische Rat: Schick uns vorab eine Testdatei einer einzelnen Baugruppe. Daran lässt sich in wenigen Minuten einschätzen, ob Aufbereitung nötig wird – und du erhältst einen belastbaren Festpreis statt einer Schätzung.
supaCGI produziert rund 500 Projekte pro Jahr. Zum Kundenkreis zählen unter anderem Bosch, Hella, KRONE Landmaschinen, KTR, Vaillant, febi bilstein, Solarlux, VEKA, Ledlenser, Ardex, Brillux, Tefal, Hansgrohe, Emsa, Oase, Pelikan, Sharp, TUI und be quiet!
Die häufigsten Exportfehler und woran man sie erkennt
Alles ist ein einziges Objekt
Man öffnet die STEP-Datei im Viewer, klickt auf ein Bauteil, und die komplette Maschine wird markiert. Dann wurde beim Export verschmolzen. Ergebnis: keine differenzierte Materialzuweisung, keine Animation, keine Explosionsdarstellung ohne vorherige Zerlegung.
Die Datei ist unerwartet riesig
Mehrere hundert Megabyte für eine überschaubare Baugruppe deuten fast immer darauf hin, dass Normteile und Zukaufkomponenten mitexportiert wurden. Ein Kugellager enthält jede einzelne Kugel, ein Elektromotor jede Wicklung – Geometrie, die in keinem Bild je zu sehen sein wird.
Rundungen wirken facettiert
Zylinder sehen aus wie Vielecke, Verrundungen zeigen sichtbare Kanten. Ursache ist eine zu grobe Tessellierung beim Export. Der Fehler fällt oft erst im fertigen Rendering auf, weil im CAD-Viewer nachträglich geglättet wird.
Teile fehlen oder stecken ineinander
Meist ein Problem mit Baugruppenbeziehungen, die beim Export nicht aufgelöst wurden. Fällt beim ersten Testrendering sofort auf – und ist der Grund, warum ein Testmotiv vor der Serie sinnvoll ist.
Was im CAD-Modell nicht gemacht werden sollte
Gut gemeinte Vorbereitung schadet manchmal mehr als keine. Drei Dinge, die regelmäßig vorkommen:
- Nicht vereinfachen durch Löschen. Ausblenden ist richtig, Löschen nicht – wir brauchen die Geometrie später womöglich für eine Schnittdarstellung, und dann fehlt sie in Ihrem eigenen Bestand.
- Nicht in ein Netzformat konvertieren. STL oder OBJ sind Dreiecksnetze ohne Struktur und ohne Materialzuweisung. Der Schritt ist nicht umkehrbar und macht aus einer sauberen Konstruktion einen unbrauchbaren Klumpen.
- Nicht auf Verdacht Farben zuweisen. CAD-Farben werden im Rendering ohnehin durch echte Materialien ersetzt. Eine RAL-Nummer im Begleittext ist hilfreicher als eine grob eingefärbte Datei.
Und ein Punkt, der Zeit spart: Schicken Sie im Zweifel zwei Exporte – einen mit voller Struktur und einen reduzierten. Es dauert fünf Minuten und erspart im Zweifel eine Rückfrage von einem Tag.
CAD-Export in fünf Schritten
- Sichtbarkeit festlegen – Im CAD alles ausblenden, was im Bild nicht erscheinen soll – innenliegende Leitungen, Normteile hinter Verkleidungen, Zukaufkomponenten.
- Bewegliche Teile trennen – Wenn animiert werden soll, muss jede bewegte Baugruppe als eigenes Objekt vorliegen und darf nicht mit dem Rest verschmolzen sein.
- Als STEP exportieren – Herstellerneutrales Format wählen und die Option aktivieren, die die Baugruppenstruktur erhält.
- Tessellierung verfeinern – Sehnenhöhe beziehungsweise Winkeltoleranz feiner einstellen als im Standard, damit Rundungen glatt bleiben.
- Materialangaben beilegen – RAL-Nummern für Lackierungen, Stichworte für Oberflächen, dazu Fotos des realen Produkts.
Häufige Fragen zur CAD-Datenvorbereitung
Welches Dateiformat wird für 3D-Rendering benötigt?
In der Regel STEP. Das Format ist herstellerneutral und wird von praktisch jedem CAD-System exportiert.
Was kostet die Aufbereitung von CAD-Daten?
supaCGI berechnet 95 Euro netto pro Stunde. Bei sauber strukturierten Baugruppen fällt der Posten weitgehend weg. Aufwand entsteht vor allem bei sehr großen Modellen mit vielen unsichtbaren Teilen oder bei verschmolzenen Exporten.
Warum sehen Rundungen im Rendering manchmal kantig aus?
Weil CAD Flächen mathematisch exakt beschreibt, Renderer aber mit Dreiecksnetzen arbeiten. Beim Export wird umgerechnet. Sind Sehnenhöhe oder Winkeltoleranz zu grob eingestellt, entstehen sichtbare Facetten. Eine feinere Einstellung im Exportdialog behebt das.
Muss die Baugruppenstruktur erhalten bleiben?
Ja, das ist der wichtigste einzelne Punkt. Ein als Einzelkörper verschmolzener Export lässt sich weder differenziert einfärben noch animieren und muss vorher wieder zerlegt werden.
Was ist bei Animationen zusätzlich zu beachten?
Jede Baugruppe, die sich bewegen soll, muss im Export als eigenes Objekt vorliegen. Ein mit dem Maschinenbett verschmolzener Schlitten kann nicht fahren, eine mit dem Gehäuse verbundene Klappe nicht öffnen.
Wie gebe ich Materialien und Farben an?
Mit RAL-Nummer statt Farbbeschreibung und mit Stichworten zur Oberfläche: pulverbeschichtet, eloxiert, gebürstet, blank, verzinkt. Fotos des realen Produkts helfen bei Details wie Aufklebern und Typenschildern.
Kann ich vorab prüfen lassen, ob meine Daten geeignet sind?
Ja. Schick uns eine Testdatei einer einzelnen Baugruppe. Daran lässt sich in wenigen Minuten einschätzen, ob Aufbereitung nötig wird, und Sie erhalten einen belastbaren Festpreis statt einer Schätzung.
Was ist, wenn gar keine CAD-Daten vorliegen?
Dann lässt sich das Modell aus technischen Zeichnungen und Fotos aufbauen. Das erhöht den Aufwand, ist aber keine KO-Kriterium.
Fazit
Wer CAD-Daten für 3D-Rendering vorbereiten will, braucht dafür keine Spezialkenntnisse. Fünf Punkte genügen: STEP exportieren, Struktur erhalten, Unsichtbares ausblenden, Tessellierung verfeinern, Materialien mit RAL-Nummer benennen.
Damit entfällt der einzige Kostenblock, der ein Visualisierungsprojekt unangenehm überraschen kann – und ein Rendering ist ab 50 Euro netto pro Motiv nach zwei Werktagen fertig.
