Ein Interior Rendering kostet bei supaCGI ab 300 Euro netto pro Motiv und ist in der Regel nach zwei Werktagen fertig. Drei Korrekturschleifen sind enthalten, einen Mindestauftragswert gibt es nicht.
Im deutschen Markt beginnen Innenraumvisualisierungen üblicherweise bei 800 Euro, bei drei bis sechs Wochen Vorlaufzeit. Innenräume gelten als die anspruchsvollere Disziplin – und das zu Recht, denn im Innenraum verzeiht das Auge weniger als draußen.
Warum Innenräume schwieriger sind als aussenansichten
Draußen kommt das Licht aus einer Richtung, und der Betrachter kennt die Situation aus Erfahrung. Im Innenraum trifft Licht auf zehn Oberflächen, bevor es das Auge erreicht. Eine rote Wand färbt den weißen Teppich davor leicht rosa. Ein Fenster erzeugt einen hellen Streifen auf dem Boden und einen weichen Schatten unter dem Stuhl.
Wenn diese indirekte Beleuchtung fehlt oder falsch berechnet ist, wirkt ein Raum steril, ohne dass man benennen kann, warum. Genau das unterscheidet ein gutes von einem schlechten Interior Rendering.
Der zweite Grund ist Vertrautheit. Jeder Betrachter hat schon in einem Wohnzimmer gesessen. Stimmen Sitzhöhe, Türgröße oder Deckenhöhe nicht, fällt es sofort auf – auch Laien, die es nicht begründen können.
Wofür Interior Renderings eingesetzt werden
Möbel- und Leuchtenhersteller
Ein Sofa im Studio zu fotografieren bedeutet: Muster bauen, transportieren, Raum einrichten. In 3D entsteht dasselbe Sofa in acht Bezugsstoffen und drei Raumsituationen aus demselben Modell. Für Hersteller mit Variantenvielfalt ist das der wirtschaftlichste Anwendungsfall überhaupt.
Bauträger und Projektentwickler
Wohnungen verkaufen sich idealerweise schon vor Baubeginn. Käufer entscheiden anhand von Grundriss und Visualisierung – der Innenraum ist dabei überzeugender als jede Außenansicht, weil er zeigt, wie es sich anfühlt, dort zu wohnen.
Innenarchitektur und Ladenbau
Materialkombinationen lassen sich prüfen, noch bevor bemustert wird. Das spart Musterkosten und verhindert Entscheidungen, die erst auf der Baustelle als Fehler erkennbar werden.
Hotellerie und Gastronomie
Für Investorenunterlagen und Vorabvermarktung, oft Jahre vor der Eröffnung.
Was den Preis bestimmt
Bei supaCGI beginnt ein Interior Rendering bei 300 Euro netto pro Motiv. Nach oben wirken:
- Die Möblierungsdichte. Ein leerer Raum ist schnell fertig. Ein vollständig eingerichtetes Wohnzimmer mit Dekoration braucht Zeit – jedes Objekt muss beschafft oder entwickelt, platziert und materialisiert werden.
- Individuelle Möbel. Standardmöbel aus Bibliotheken sind günstig. Ein Einbauschrank nach Ihren Zeichnungen muss modelliert werden.
- Materialtreue. Wenn ein bestimmter Bodenbelag exakt getroffen werden muss, ist das aufwendiger als „Eiche hell“.
- Lichtsituation. Abendstimmungen mit Kunstlicht sind rechenintensiver als Tageslicht.
Nach unten wirkt die Menge: Aus einem eingerichteten Raum entstehen weitere Perspektiven, Farbvarianten und Tageszeiten mit geringem Zusatzaufwand.
supaCGI produziert rund 500 Projekte pro Jahr. Zum Kundenkreis zählen unter anderem Bosch, Hella, KRONE Landmaschinen, KTR, Vaillant, febi bilstein, Solarlux, VEKA, Ledlenser, Ardex, Brillux, Tefal, Hansgrohe, Emsa, Oase, Pelikan, Sharp, TUI und be quiet!
Welche Daten gebraucht werden
Für Räume: ein 3D-Modell aus Revit, ArchiCAD, Vectorworks oder SketchUp, alternativ Grundrisse und Schnitte mit Angabe der Deckenhöhe.
Für Möbel und Produkte: eine STEP-Datei oder ein anderes CAD-Format. Wo nichts vorliegt, genügen technische Zeichnungen und Fotos.
Dazu Materialangaben mit Herstellerbezeichnung oder Farbcode, und zwei bis drei Referenzbilder für die gewünschte Bildsprache. Referenzbilder erleichtern die Abstimmung und sind wertvoller als jede schriftliche Beschreibung.
Der Variantenfall: warum sich CGI für Möbelhersteller fast immer rechnet
Rechnen wir ein typisches Beispiel durch. Ein Polstermöbelhersteller bringt ein Sofa in drei Ausführungen, jeweils in acht Bezugsstoffen. Das sind 24 Kombinationen, und jede braucht mindestens ein Bild für Katalog und Shop.
Im Fotostudio bedeutet das: 24 Musterstücke fertigen, transportieren, aufbauen, fotografieren, wieder abbauen. Selbst wenn nur die Bezüge gewechselt werden, bleibt es ein Vielfaches an Studiozeit – und die Musterstücke sind danach meist obsolet.
In 3D wird das Sofa einmal aufgebaut. Jeder weitere Bezug ist ein Materialwechsel. Bei 50 Euro netto für einen Packshot und 300 Euro netto für ein eingerichtetes Raummotiv liegt der Punkt, ab dem CGI günstiger ist, meist schon bei der dritten oder vierten Variante.
Dazu kommt ein Effekt, der in keiner Kalkulation auftaucht: Wenn in zwei Jahren ein neuer Stoff ins Programm kommt, ist das ein Rendering. Kein Shooting, kein Musterbau, keine Terminabstimmung.
Woran man ein schwaches Interior Rendering erkennt
Alles ist gleich scharf
Ein reales Foto hat eine Schärfeebene. Wenn im Rendering die Vase auf dem Tisch und das Bild an der Rückwand gleich scharf sind, wirkt der Raum flach – auch wenn technisch alles stimmt.
Zu aufgeräumt
Räume, in denen Menschen leben, haben Spuren. Ein Buch liegt schief, ein Kissen ist eingedrückt, das Handtuch hängt nicht symmetrisch. Perfekte Ordnung liest das Auge als künstlich.
Kein Kontakt zum Boden
Der häufigste technische Fehler. Möbel brauchen einen weichen Kontaktschatten dort, wo sie aufstehen. Fehlt er, scheinen sie zu schweben – ein Effekt, den Laien sofort bemerken, ohne ihn benennen zu können.
Falsche Farbtemperatur
Tages- und Kunstlicht unterscheiden sich farblich. Wer beides in einem Raum mischt, ohne den Übergang zu berücksichtigen, erzeugt eine unrealistische Stimmung.
Vom Rendering zum Konfigurator
Wer einmal ein sauberes 3D-Modell eines Möbelstücks besitzt, hat mehr als eine Bilddatei. Aus derselben Grundlage entstehen weitere Formate, ohne dass die Arbeit noch einmal anfällt.
- Freigestellte Packshots für Shop und Marktplätze, ab 50 Euro netto pro Motiv
- Raumsituationen für Katalog und Kampagne, ab 300 Euro netto pro Motiv
- Web AR, mit dem Kunden das Möbelstück ohne App im eigenen Wohnzimmer platzieren, ab 250 Euro netto
- Animationen, die Mechanik und Funktion zeigen – Auszüge, Klappmechanismen, Verstellbarkeit –, ab 3.000 Euro netto für rund 30 Sekunden
Genau hier liegt der Unterschied zwischen einer Bildproduktion und einer Asset-Strategie. Wer das Modell von vornherein sauber und modular aufbauen lässt, zahlt einmal für die Basis und danach nur noch für Ableitungen.
So entsteht ein Interior Rendering
- Raum und Perspektiven festlegen – Definieren, welche Räume aus welchen Blickwinkeln gezeigt werden sollen. Zwei gut gewählte Perspektiven wirken stärker als fünf beliebige.
- Geometrie übergeben – 3D-Modell oder Grundrisse mit Deckenhöhe. Für Möbel genügt eine STEP-Datei.
- Möblierung und Materialien abstimmen – Lege fest, was aus Bibliotheken kommen darf und was individuell modelliert werden muss. Farbcodes und Herstellerangaben beschleunigen die Umsetzung.
- Lichtstimmung wählen – Tageslicht, Abendstimmung oder Kunstlicht. Diese Entscheidung prägt die Wirkung stärker als jedes Möbelstück.
- Korrekturschleifen und Auslieferung – Drei Korrekturschleifen sind enthalten. Ausgeliefert wird in den Auflösungen für Web, Katalog und Print.
Häufige Fragen zum Interior Rendering
Was kostet ein Interior Rendering?
Bei supaCGI beginnt ein Interior Rendering bei 300 Euro netto pro Motiv. Im deutschen Markt beginnen Innenraumvisualisierungen laut Branchenangaben meist bei 800 Euro.
Wie lange dauert ein Interior Rendering?
Bei supaCGI in der Regel zwei Werktage. Branchenüblich sind drei bis sechs Wochen Vorlaufzeit.
Warum sind Innenräume teurer als Außenansichten?
Weil Licht im Innenraum mehrfach zwischen Oberflächen reflektiert wird und diese indirekte Beleuchtung aufwendig zu berechnen ist. Dazu kommen Möblierung, Dekoration und Materialien, die alle einzeln aufgebaut werden müssen.
Welche Daten werden für ein Interior Rendering benötigt?
Für Räume ein 3D-Modell aus Revit, ArchiCAD, Vectorworks oder SketchUp, alternativ Grundrisse und Schnitte mit Deckenhöhe. Für Möbel genügt eine STEP-Datei. Hilfreich sind Materialangaben mit Farbcode und Referenzbilder.
Können eigene Möbel dargestellt werden?
Ja. Liegen CAD-Daten vor, werden sie direkt verwendet. Andernfalls wird das Möbelstück aus Zeichnungen und Fotos aufgebaut, was den Aufwand erhöht.
Was kostet eine zusätzliche Farbvariante desselben Raums?
Deutlich weniger als das erste Motiv. Sind Raum, Möblierung und Licht einmal aufgebaut, sind weitere Varianten und Perspektiven vergleichsweise günstig.
Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten?
Drei Korrekturschleifen sind bei supaCGI im Festpreis enthalten.
Eignet sich ein Interior Rendering auch für Möbelkataloge?
Ja, das ist einer der wirtschaftlichsten Anwendungsfälle. Aus einem Modell entstehen beliebig viele Bezugsstoffe, Farben und Raumsituationen, ohne dass ein Musterstück gebaut oder transportiert werden muss.
Fazit
Ein Interior Rendering überzeugt durch Licht und Maßstab, nicht durch Möbeldichte. Bei supaCGI beginnt es bei 300 Euro netto pro Motiv und ist in der Regel nach zwei Werktagen fertig.
Wenn Raumgeometrie und Materialwünsche feststehen, ist das Projekt startklar.
